Diese Förderprogramme für die Digitalisierung von KMU warten auf Sie

Digitalisierungsförderung

Diese Förderprogramme
für die Digitalisierung
von KMU warten auf Sie

Der deutsche Mittelstand muss sich strategisch neu aufstellen, um fit für die digitale Zukunft zu werden. Diese Herausforderung ist uns allen bewusst. Allerdings kann das Digitalisierungsvorhaben kostspielig werden. Die Politik hat darauf reagiert und diverse Förderprogramme für die Digitalisierung von KMU aufgelegt. Wir zeigen Ihnen wie Sie davon profitieren können.

Denn obwohl sich unsere Geschäftswelt im radikalen Umbruch befindet, haben laut Studien viele KMU den entscheidenden Sprung ins digitale Zeitalter noch nicht geschafft.

Bund, Länder und EU haben dies erkannt und Förderprogramme für die Digitalisierung von KMU erschaffen. Denn ja, nicht nur Startups, sondern auch der Mittelstand wird gefördert.

Dabei können mittelständische Unternehmen aus einem breiten Spektrum das Förderprogramm auswählen, das am ehesten zu ihrem Digitalisierungsvorhaben passt. Auf jeden Fall lohnt es sich, sich mit Fördergeldern zu beschäftigen.

Wir versuchen, Ihnen die Vorbereitung und Recherche zu den Förderungen mit diesem Artikel etwas zu erleichtern, so dass der Zeitaufwand für Sie reduziert werden kann. Daher erfahren Sie hier, wie Sie sich grundsätzlich auf eine staatliche Förderung vorbereiten können. Anschließend präsentieren wir Ihnen zwei aktuelle Förderprogramme.

1. Ihr Weg zur gelungenen Förderung in 3 Schritten

Abwarten ist keine Option. Denn im Zuge der Digitalisierung verändern sich die Markt- und Wettbewerbsverhältnisse für KMU rasant. Aber auch ein strategieloser Aktionismus schadet dem Unternehmen.

Die Digitalisierung muss daher immer auf die Bedürfnisse und Ziele des jeweiligen Unternehmens abgestimmt sein. Somit sind eine überlegte Vorgehensweise und die akribische Vorbereitung maßgebend.

1.a. Die akribische Vorbereitung

Die Vorbereitungsphase startet mit einer internen Analyse und Beleuchtung von Geschäftsprozessen und Unternehmensstrukturen. Welche Ihrer Prozesse sind schon fit für die Digitalisierung, welche müssen überdacht werden? Welchen Unternehmensbereich wollen Sie fördern? Handelt es sich dabei um ein innovatives Produkt, dass Sie vertreiben möchten oder um Digitalisierungsmaßnahmen, die Sie einführen wollen?

Außerdem gibt es Förderprogramme für die Digitalisierung von KMU, die beispielsweise besonders für kleine Unternehmen konzipiert wurden. Dementsprechend muss das relevante Förderprogramm zu Ihrer Unternehmensgröße passen, denn diese ist meist auch entscheidend für die Bemessung der Förderquote.

Darüber hinaus werden auch die regionalen Begrenzungen überprüft. Denn der Bund, Bundesländer und auch die EU sind potenzielle Förderinstitutionen. Deshalb stellt sich hier die Frage, wo überwiegend die Förderung zum Einsatz kommen soll. Sind Sie ein Exportunternehmen oder geschäftlich nur regional unterwegs?

1.b. Die überlegte Auswahl

Es stehen unterschiedliche Arten von Fördergeldern für Ihr Unternehmen zur Verfügung. Soll es ein Zuschuss oder ein Kredit werden? Anhand Ihrer finanziellen Rahmenbedingungen und Ziele müssen Sie eine sinnvolle Entscheidung treffen. Denn das Förderangebot muss mit Ihrem Unternehmensprofil im Einklang sein.

Auch potenzielle Ausschlusskriterien müssen Sie berücksichtigen. Sind zum Beispiel die voraussichtlichen Ausgaben für die Digitalisierung zu hoch oder zu niedrig? Befindet sich Ihr Firmenstandort im relevanten Fördergebiet Ihres ausgewählten Förderprogramms? Ebenso müssen Sie auf die Fördervorgaben achten. Entspricht Ihr Umsatz und Mitarbeiteranzahl den Vorgaben?

Des Weiteren regeln Sie auch im Vorfeld, ob Sie die Möglichkeit haben, mehrere Förderungen zu kombinieren. Eventuell ist eine Kombination von Förderprogrammen in Ihrem Fall nützlicher und zielführender. Prinzipiell basieren die meisten Förderprogramme für die Digitalisierung von KMU auf ein komplexes, europaweites Regelwerk.

1.c. Die zielführende Antragsstellung

Basis der Förderungen ist immer ein Antrag, den Sie bei den zuständigen Projektträgern einreichen. Dabei ist und bleibt der formale Antragsteller Ihr Unternehmen, das die Fördergelder beanspruchen möchte.

Vor der Antragsstellung lohnt es sich zum einen, sich auf der Webseite des gewählten Projektträgers gründlich zu informieren, zum anderen besprechen Sie vorab das Thema mit einem Finanzierungspartner Ihrer Wahl. Mit Finanzierungspartner meinen wir hier beispielsweise Ihre Hausbank, eine andere Geschäftsbank oder Sparkasse.

Denn die meisten Projektträger arbeiten eng mit Banken und Sparkassen zusammen. Diese übernehmen dann auch die Kreditbeantragung für Sie. Beziehungsweise können Sie dort meistens auch Ihren Antrag stellen und abschicken. Übrigens dauert eine Bewilligung je nach Projektträger und Bundesland wenige Wochen bis hin zu paar Monaten.

Neben dem Finanzierungspartner entscheiden Sie sich auch für einen Projektpartner, mit dem Sie Ihr Digitalisierungsvorhaben realisieren können. Dabei ist in den meisten Förderprogrammen eine freie Wahl des Projektpartners üblich. Wir von WUD unterstützen Sie gerne in Ihrem Digitalisierungsvorhaben und arbeiten gemeinsam mit Ihnen an der erfolgreichen Projektumsetzung.

Wir stellen Ihnen nun zwei Förderprogramme für die Digitalisierung von KMU vor.

2. Digitalisierungsprämie

Dieses Förderprogramm für die Digitalisierung von KMU der L-Bank unterstützt finanziell Unternehmen bei der Umsetzung von Digitalisierungsprojekten.

Solche Projekte helfen KMU, neue innovative Produkte einzuführen, die Prozess-Effizienz zu verbessern oder ihre IT-Sicherheit zu erhöhen.

Dabei ist die Digitalisierungsprämie als Förderdarlehen der L-Bank mit einem Tilgungszuschuss ausgestaltet. Damit müssen Sie das Darlehen nicht in voller Höhe zurückzahlen. Die Antragsstellung erfolgt über Ihre Hausbank.

2.a. Wer wird durch die Digitalisierungsprämie gefördert?

Es werden KMU aller Branchen gefördert, die in die Digitalisierung ihres Unternehmens investieren möchten. Ebenso werden Freiberufler oder gewerbliche Unternehmen mit maximal 100 Mitarbeitern unterstützt. Außerdem müssen Sie in Baden-Württemberg investieren und dürfen in den letzten zwei Jahren keine Digitalisierungsprämie erhalten haben.

2.b. Was wird durch die Digitalisierungsprämie gefördert?

Die Digitalisierungsprämie fördert die Digitalisierung von Produkten und Dienstleistungen, aber auch die Digitale Transformation von Produktion und Prozessen. Zum Beispiel sind die Einführung einer ERP-Software für die Visualisierung von Fertigungsverfahren oder der Aufbau einer digitalen Plattform förderfähig.

Zusätzlich wird die Umsetzung von digitalen Konzepten, zum Beispiel die Optimierung Ihrer IT-Sicherheit, unterstützt. Aber auch Kosten für IT-Systemtechnik, Software und die damit verbundenen Dienstleistungen wie Schulungsaufwände werden gefördert.

Andererseits wird der Erwerb einer IT-Grundausstattung (PCs, Tablets, Smartphones, Drucker), der Kauf einer Standard-Betriebssoftware oder Optimierungen im Online-Bereich (SEA, SEO, Webseite) nicht finanziert.

2.c. Wie fördert die Digitalisierungsprämie?

Finanziert werden Digitalisierungsvorhaben mit einem Volumen zwischen 10.000 und 100.000 Euro. Hierzu vergibt die L-Bank ein Darlehen in diesem Volumenbereich. Nach erfolgreicher Implementierung des Digitalisierungsprojektes erhalten Sie je Kreditbetrag von der L-Bank einen Tilgungszuschuss. Dadurch wird für Sie die Rückzahlung des Darlehens reduziert. Dabei beträgt die Kreditlaufzeit 5,7 oder 10 Jahre.

Ausführliche Informationen zur Digitalisierungsprämie in Baden-Württemberg finden Sie auf der Landingpage der L-Bank.

Förderprogramme für die Digitalisierung von KMU-Statistiken zu den Hürden bei der Umsetzung von Digitalisierungsvorhaben

3. ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit

Dieses Förderprogramm für die Digitalisierung von KMU wurde 2017 von der KfW-Bankengruppe eingeführt. Dieses fördert die Digitalisierung von Produkten, Unternehmensverfahren und Produktionsprozessen.

Somit haben gewerbliche Unternehmen die Möglichkeit, eine zinsgünstige Finanzierung von Digitalisierungsvorhaben zu beanspruchen. Dabei wird ein Vorhaben entweder als „digital“ oder als „innovativ“ eingestuft.

3.a. Wer wird durch den ERP Digitalisierungs- und Innovationskredit gefördert?

Es werden mittelständische Unternehmen gefördert, aber auch Unternehmen in der Gründungsphase oder Freiberufler. Unternehmer sollten mindestens 2 Jahre am Markt sein und gewerbliche Unternehmen sollten einen Umsatz unter 500 Mio. Euro vorweisen. Den detaillierten Kriterienkatalog der KfW-Gruppe finden Sie in der Anlage zum Merkblatt.

3.b. Was wird durch den ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit gefördert?

Wie die meisten Förderprogramme für die Digitalisierung von KMU fördert auch dieses Programm den Finanzierungsbedarf von Unternehmen in Verbindung mit einem Vorhaben. Letzteres kann „digitaler“ oder „innovativer“ Natur sein. Dabei werden Investitionen und Betriebsmittel gefördert.

Beispielsweise kann die Vernetzung von ERP- und Produktionssystemen (Industrie 4.0) ein solches Digitalisierungsvorhaben sein. Aber auch die Einführung eines IT- und Datensicherheitskonzeptes für die Abwehr von Cyberattacken wird unterstützt.

Andererseits gilt die Entwicklung neuer oder die Weiterentwicklung bestehender Produkte, Prozesse oder Dienstleistungen als innovatives Vorhaben. Auch solche Vorhaben werden von diesem Programm gefördert.

3.c. Wie fördert der ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit?

Der Kreditmindestwert beträgt 25.000 Euro und es ist eine 100% Auszahlung des Kreditbetrags vorgesehen. Die Rückzahlung des Kredits erfolgt über Ihre Hausbank bzw. Finanzierungspartner. Gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung können Sie Ihren Kredit vollständig oder teilweise außerplanmäßig tilgen. Hierzu stellt Ihnen die KfW-Förderbank einen Online-Tilgungsrechner zur Verfügung.

Auch die Kombination einer Finanzierung aus dem ERP-Digitalisierungs- und Innovationskredit mit anderen Förderprogrammen ist möglich. Dabei müssen aber die beihilferechtlichen Kumulierungsbestimmungen beachtet werden, so dass es nicht zu einer Überfinanzierung kommt.

Übrigens wird dieser Kredit nicht direkt bei der KfW-Gruppe beantragt, sondern bei einem Finanzierungpartner wie zum Beispiel Ihrer Hausbank.

Weiteren Informationen zu diesem Förderkredit finden Sie auf der Landingpage der KfW-Förderbank.

„Um nicht den Anschluss zu verlieren, muss der Mittelstand digital werden. Diese Förderungen helfen weiter.“
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4. Ihr Projektpartner in Ihrem Vorhaben

WUD kann Sie als Projektpartner sowohl bei der Kostenschätzung als auch bei der Umsetzung Ihres Digitalisierungsvorhabens unterstützen. Sei es beispielsweise bei einem ERP-Implementierungsprojekt oder bei der Einführung eines innovativen IT-Sicherheitskonzeptes.

Zuerst empfehlen wir Ihnen, sich auf den Webseiten der beiden Projektträger näher zu informieren. Anschließend sollten Sie Ihr Vorhaben auch mit Ihrem Finanzierungspartner (zum Beispiel Ihrer Hausbank) besprechen.

Mit Hilfe dieser Förderprogramme für die Digitalisierung von KMU machen Sie Ihr Unternehmen fit für den digitalen Wandel! Dementsprechend entwickeln Sie Ihre Prozesse und Produkte weiter, sichern Ihre Unternehmensdaten und stärken Ihre Wettbewerbsposition.

Würden Sie Fördergelder in Erwägung ziehen? Haben Sie bereits mit Förderprogrammen Erfahrungen gemacht? Haben Sie Fragen oder Anregungen? Gerne können Sie hier einen Kommentar hinterlassen oder sich direkt bei uns melden. Auf jeden Fall freuen wir uns auf Ihr Feedback!

HINWEIS: WUD führt hierbei keine Beratung durch, sondern informiert lediglich über die vorhandenen Förderprogramme für die Digitalisierung von KMU. Für Inhalte, Vorgaben und Merkmale der Förderprogramme ist der jeweilige Projektträger zuständig.

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